Digitaltag 2026 in Osnabrück: Jung.Alt.Digital.

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© Johanna Schnitzler

Auch 2026 kamen in Osnabrück verschiedene Generationen zusammen, um sich über die Chancen und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz auszutauschen. Im Fokus stand in diesem Jahr das Thema Sicherheit. Die Veranstaltung wurde gemeinsam gestaltet von Bitkom, unserem langjährigen Kooperationspartnern, der Katholischen Erwachsenenbildung Osnabrück (KEB) zusammen mit der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB), der Friedensschule Osnabrück und uns, dem Kompetenznetzwerk KI & Alter – mittlerweile zum 4. Mal in Folge.

KI verstehen und sicher nutzen

Zum Auftakt gab es von der Bitkom einen spannenden Einblick in die Studienlage zum Thema KI in Deutschland. Dabei zeigte sich unter anderem:  Mit 67 % sieht ein Großteil der Bevölkerung KI als eine der wichtigsten Technologien der Zukunft an. Ebenso viele Menschen nutzen bereits Anwendungen wie ChatGPT und Co. Obwohl Künstliche Intelligenz zum größten Teil eher als Chance betrachtet wird, zeigen sich aber auch Bedenken. Auf Platz eins steht hier die Sorge um zu wenig Regeln und Kontrolle.

Anschließend vertieften Ehrenamtliche der KEB und EEB das Thema digitale Sicherheit. Neben der Frage, wie angesichts immer ausgeklügelter KI-Systeme sichere Passwörter vergeben werden können, beschäftigten sich die Teilnehmenden intensiv mit dem Thema Phishing-Nachrichten, also betrügerischen Nachrichten z.B. per E-Mail oder WhatsApp, die täuschend echt wirken und dazu verleiten sollen, persönliche Daten preiszugeben. In der anschließenden Diskussion wurden eigene Erfahrungen eingebracht und praktische Tipps ausgetauscht, wie man sich im digitalen Alltag besser schützen kann.

Zwischen Utopie und Dystopie

Ein besonderer Höhepunkt war das gemeinsame Spiel „DystoKI vs. UtoKI“, das von Schülerinnen und Schülern der Friedensschule Osnabrück angeleitet wurde. Anhand verschiedener Alltagssituationen und Anwendungsbeispiele von Künstlicher Intelligenz diskutierten die Teilnehmenden über mögliche Auswirkungen auf die Gesellschaft und das eigene Leben. So ging es beispielsweise um KI-gestützte Sturzerkennung im häuslichen Umfeld oder den Einsatz von KI bei der Polizeiarbeit.

In Kleingruppen entschieden die Teilnehmenden per Münzwurf, welche Perspektive sie auf das jeweilige Szenario einnehmen sollten: DystoKI, also eine dystopische Sichtweise, oder UtoKI, die eine positive Zukunftsentwicklung in den Blick nimmt. Anschließend entwickelten die Gruppen entweder das bestmögliche oder das schlechtestmögliche Zukunftsszenario. Dabei entstanden nicht nur nachdenkliche und teilweise düstere Zukunftsbilder, sondern auch viele kreative und chancenreiche Vorstellungen davon, wie Künstliche Intelligenz das Leben von Menschen unterstützen und verbessern könnte. Die Diskussionen machten deutlich, wie unterschiedlich dieselben Technologien bewertet werden können und wie wichtig es ist, sowohl Chancen als auch Risiken im Blick zu behalten.

Generationen im Austausch

Der Digitaltag 2026 hat erneut gezeigt, wie bereichernd generationsübergreifende Begegnungen sein können. Es wurde deutlich, dass sich junge und ältere Menschen in ihrer Sicht auf Künstliche Intelligenz gut ergänzen: Während ältere Teilnehmende häufig mögliche Risiken, langfristige Folgen und ethische Fragen stärker im Blick hatten, begegneten die jüngeren den neuen Technologien oft offener und experimentierfreudiger. Wenn junge und ältere Menschen gemeinsam über Künstliche Intelligenz sprechen, entstehen neue Perspektiven, gegenseitiges Verständnis und ein differenzierter Blick auf die Chancen und Risiken von KI. Wir bedanken uns bei allen Beteiligten für einen spanenden und inspirierenden Tag voller Austausch und neuer Erkenntnisse und freuen uns schon auf nächstes Jahr!

Zum Weiterlesen und Vertiefen:

Zum vollständigen Studienbericht der Bitkom: Wie steht es um Künstliche Intelligenz in Deutschland (2025)

Das KI-Projekt der Friedensschule Osnabrück: demoKI

Spielmaterialien: UtoKI vs. DystoKI

Über die Autoren

Johanna Schnitzler
Studentische Hilfskraft

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